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Klänge in der Umgebung erforschen

Klänge in der Umgebung erforschen

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Basisaktivität
Alter: 4-6
4-5 Einheiten à ca. 20 min
Kinder erforschen Alltags- und Naturgeräusche, erzeugen sie selbst und reflektieren Unterschiede zwischen Hören mit offenen und geschlossenen Augen.
Selbstregulation
Kognitive Aufgabe Gespräch Im Freien
  • Ein Gerät zum Fotografieren
  • Ein Drucker

Vorbereitung

Lade die Kinder beim Aufenthalt im Freien ein, natürliche Materialien auszuwählen, die Klänge erzeugen können. Geeignet sind zum Beispiel Tannenzapfen, Walnüsse, Steine, Rinde oder Stöcke. Diese Materialien werden später für Klangspiele genutzt.

Im Gruppenraum untersucht ihr gemeinsam vertraute Alltagsgeräusche, etwa das Klicken eines Lichtschalters, das Öffnen und Schließen einer Tür oder das Klopfen auf unterschiedliche Oberflächen. Fotografiere diese Handlungen und drucke die Fotos aus. Sie dienen später als Bildkarten für Ratespiele und Zuordnungsaufgaben.

Durchführung

Achte auf eine ruhige, sichere und entspannte Atmosphäre. Lade die Kinder ein, sich entspannt auf den Boden zu legen. Bitte sie anschließend, die Augen zu schließen und zunächst nur zu horchen. Ermutige die Kinder, auch sehr leise Geräusche bewusst wahrzunehmen. So werden Hörfokus und innere Ruhe gefördert.

Hören im Dunkeln

Die Kinder schließen die Augen. Gehe langsam durch den Raum und erzeuge nacheinander verschiedene Geräusche mit Alltagsgegenständen. Beispiele sind das Betätigen eines Lichtschalters, Schritte auf unterschiedlichen Untergründen, Klatschen, das Öffnen und Schließen einer Tür oder das Rascheln einer Plastiktüte. Die Kinder öffnen anschließend die Augen.

Stelle Fragen wie:

  • Welche Geräusche konntet ihr erkennen?
  • Welche sind euch besonders in Erinnerung geblieben?

Seht euch gemeinsam die vorbereiteten Fotos der Geräuschaktionen oder Gegenstände an. Können die Kinder die Fotos den gehörten Geräuschen zuordnen?

Geräusche “sehen”

Wiederholt die Geräusch-Erkundung. Diesmal beobachten die Kinder genau, wie die Geräusche entstehen. Auf diese Weise erleben sie, wie sich Hören und Sehen ergänzen und wie beide Sinne zusammenwirken.

Geräusche erforschen

Zeige den Kindern Fotos von Klangquellen, die ihr bisher noch nicht genutzt habt, und stelle diese Gegenstände bereit. Die Kinder erhalten Zeit zum freien Experimentieren.

Sprecht anschließend über ihre Eindrücke:

  • Welche Geräusche empfindet ihr als angenehm? Welche eher als störend?
  • Gab es etwas Unerwartetes?

So wird deutlich, dass Klänge subjektiv erlebt werden und dass unterschiedliche Empfindungen gleichberechtigt nebeneinanderstehen.

Errate, was du hörst!

Richtet einen Bereich mit den gesammelten Naturmaterialien ein und legt Augenbinden bereit. Zwei Kinder bilden ein Tandem.

Ein Kind setzt die Augenbinde auf. Das anderes erzeugt mit einem Naturmaterial ein Geräusch. Das blind spielende Kind rät, wie der Klang entsteht. Danach wird gewechselt. Dieses Spiel fördert Aufmerksamkeit, Neugier und Sensibilität für Klänge, spielerisch und kooperativ.

Reflexion

Stelle offene Fragen, die zur Auseinandersetzung mit der Erfahrung anregen:

  • Welches Geräusch hat dir besonders gefallen?
  • Welche Geräusche waren schwer zu erkennen?
  • Wie hat es sich angefühlt, nur mit den Ohren zu hören?

Ermutige die Kinder, Klänge in ihrer Umgebung künftig bewusster wahrzunehmen. So erfahren sie, dass genaues Zuhören spannend, beruhigend und manchmal überraschend sein kann.

Variationen und zusätzliche Ideen

Richte einen Bereich ein, in dem Kinder u.a. auch laute und/oder unangenehme Geräusche verändern oder dämpfen können, zum Beispiel mit Tüchern, Papier oder weichen Materialien. Die Kinder erforschen, wie Klänge beeinflusst werden können und was Geräuschqualität ausmacht.

Du kannst auch kurz darüber sprechen, wie Kinder denselben Klang unterschiedlich erlebt haben, einmal mit geschlossenen und einmal mit offenen Augen.

  • Hat er sich lauter oder leiser angefühlt?
  • War es leichter oder schwieriger, ihn zu erkennen?

Das hilft Kindern dabei, darüber nachzudenken, wie unsere Sinne zusammenarbeiten und wie sich Wahrnehmung je nach Situation verändern kann.

Fotos der Aktivität