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| Basisaktivität | |
| Alter: 4-6 | |
| 20-30 min | |
| Kinder vergrößern ihr Emotionswissen und üben sich im Emotionsausdruck, indem sie zwischen freier Bewegung und bewusster Körperruhe wechseln. Gemeinsam mit den Handpuppen Miro und Kira üben sie spielerisch Selbstregulation, Körperwahrnehmung und Impulskontrolle. | |
| Flexibilität Selbstregulation Wohlbefinden Kritisches Denken | |
| Kognitive Aufgabe Bewegung Im Freien | |
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Achte auf Kinder, die möglicherweise Unterstützung benötigen (z.B. Autismus-Spektrum, ADHS, Entwicklungsverzögerungen). Die Teilnahme am Spiel ist, wie immer, freiwillig. Kinder können auch aussetzen.
Die Handpuppen Miro und Kira kommen in einer kleinen Zauberkiste zu den Kindern. Sie erzählen, dass sie ein neues Spiel entdeckt haben: das Stopp-Spiel. Dabei friert man wie eine Statue (oder ein Denkmal, ein Eisblock, ein Schneemann…) ein.
Kira fragt neugierig: "Was passiert eigentlich, wenn wir plötzlich ganz still stehen? Können wir etwas hören oder spüren, das wir vorher gar nicht bemerkt haben? Wie fühlen wir uns, wenn wir ganz einfrieren?"
Miro ergänzt: "Lasst es uns zusammen ausprobieren. Wir zeigen euch wie."
Die Puppen machen eine Einfrier-Position vor und äußern ihre Gedanken, während sie eingefroren sind, z.B. "Puh, das ist ganz schön anstrengend." oder "Mein Zeh juckt!". Sie laden die Kinder ein, das Spiel auszuprobieren und beim Stillstehen auf Atem, Körperempfindungen und ihre Emotionen zu achten.
Wenn eine Fachkraft (oder eine Handpuppe) "Stopp!" sagt, frieren alle Kinder für einige Zeit ein. Je nach Alter und körperlicher Entwicklung der Kinder mit wenigen Sekunden beginnen, später, entsprechend der Fähigkeiten der Kinder, den Zeitraum verlängern.
Währenddessen gibt die Fachkraft (oder die Handpuppen) mit ruhiger Stimme Impulse. Z.B.:
Dann sagt eine der Puppen leise: "Macht euch bereit … 1, 2, 3 und … los!"
Die Kinder bewegen sich wieder ganz frei.
Der Ablauf kann mehrfach wiederholt werden, je nach Interesse der Kinder.
Stelle nach der Aktivität offene Fragen, die zur Selbstwahrnehmung anregen:
Ermutige die Kinder, Körperempfindungen und Emotionen zu benennen, z.B.: "Meine Beine waren müde.", "Ich war ruhig." oder "Ich war zappelig."
Eine Fachkraft, zu der das Kind eine vertraute Beziehung hat, kann die Stopp-Folge gemeinsam mit dem Kind durchgehen, wenn es diesem schwer fällt, seine Emotionen zu regulieren und strukturierte körperliche Aktivitäten für dieses Kind eine Hilfe sind. Setze mit ruhiger Stimme kurze Körperwahrnehmungsimpulse und greife diese selbst auf:
Wichtig: Nutze diese Methode nur, wenn das Kind das Stopp-Spiel gut kennt und als sichere, spielerische Routine erlebt hat! Setze die Methode nur ein, wenn du die gesamte Sequenz Eins-zu-eins feinfühlig begleiten und emotional halten kannst.
Vermeide den Einsatz der Technik während intensiver Gefühlsausbrüche (z. B. Wutanfälle), wenn du nicht vollständig darauf vorbereitet bist, dem Kind in diesem Moment Halt zu geben.
Während oder nach dem Einfrier-Moment können Kinder eine für sie passende Farbe wählen. Anschließend gestalten sie einen Körperumriss mit dieser Farbe, beschreiben Körperempfindungen und, wenn sie mögen, Emotionen und unterhalten sich über ihre Gedanken oder Assoziationen. So entsteht ein spielerischer Zugang zur Verbindung von Emotionen und Körpergefühl.
Stelle das Stopp-Spiel bei einem Elterntreffen vor und spiele es mti ihnen. Die Eltern können sich über ihr Erleben austauschen. Du kannst ergänzen, dass das Spiel Selbstwahrnehmung und Selbstregulation fördert und Eltern Rituale im Alltag aufgreifen können (z.B. als Mini-Pausen).