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Gesichter machen: Emotionen mit einer Puppe erforschen

Gesichter machen: Emotionen mit einer Puppe erforschen

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Basisaktivität
Alter: 4-6
2-4 Einheiten à ca. 20 min
Kinder gestalten Puppen mit austauschbaren Emotionsgesichtern und erforschen Emotionen spielerisch in Alltagssituationen.
Selbstregulation
Wachstumsorientiertes Denken
Kognitive Aufgabe Gespräch Eltern Geschichten erzählen
  • Stoffhandpuppen als Grundkörper (je eine pro Kind und Pädagog*in)
  • Buntstifte und Filzstifte
  • Laminiergerät und Laminierfolie
  • Klettband zur Befestigung der Emotionsgesichter an der Puppe

Vorbereitung

Bereite für jedes Kind in der Gruppe eine Handpuppe vor sowie eine zusätzliche für dich selbst, die du während der Aktivität als Beispiel einsetzen kannst. Statt zu nähen: Nimm einen Waschlappen und schneide seitlich Löcher für die Finger hinein, oder verwende ein Stück Stoff, forme daraus einen Kopf, fülle ihn aus und verschließe den Knoten mit einem Faden.

Lege runde oder ovale Karten bereit, auf denen die Kinder später Emotionsgesichter gestalten. Vorgesehen sind die Basisemotionen Freude, Traurigkeit, Wut, Angst und Überraschung.

Diese Aktivität kann starke Gefühle auslösen. Ausgewählte Strategien zum Umgang damit findest du in den Leitlinien. Wir empfehlen, sich vor der Durchführung der Aktivität in der Gruppe mit diesen Strategien vertraut zu machen.

Durchführung

Beginne mit einem gemeinschaftlichen Gespräch über Emotionen. Frage die Kinder, ob ihnen Situationen einfallen, in denen sie Freude empfunden haben, und was in diesem Moment passiert ist. Bitte sie, Freude mit ihrem Gesicht auszudrücken, zum Beispiel durch Lächeln.

Fahre anschließend mit den anderen Basisemotionen fort. Die Kinder probieren aus, wie sich Wut, Traurigkeit, Überraschung und Angst mimisch-gestisch und mit dem ganzen Körper zeigen lassen. Betone dabei, dass alle Emotionen normal und wichtig sind und zum Menschsein gehören. Emotionen helfen uns, Situationen zu verstehen und auf die Umwelt zu reagieren.

Zeige nun die Situationskarten. Die Kinder betrachten diese und kommen in ein Gespräch. Besprecht ausgewählte Karten gemeinsam.

Stelle Fragen wie:

  • Was passiert hier?
  • Welche Emotion könnte die gezeigte(n) Person(en) empfinden?
  • Hast du eine ähnliche Situation erlebt?

Leite das Gespräch so, dass deutlich wird: Gefühle verändern sich im Laufe des Tages, manchmal ganz schnell! Morgens kann man glücklich sein und später traurig und das ist völlig normal.

Jedes Kind gestaltet ein eigenes Set von Emotionsgesichtern. Auf die blanko Gesichter aus Karton malen die Kinder die fünf Basisemotionen Freude, Traurigkeit, Wut, Angst und Überraschung.

Wenn die Gesichter fertig sind, werden sie laminiert und mit Klettband versehen. Dadurch können sie leicht an der Puppe befestigt und ausgetauscht werden.

Nun werden die Puppen gemeinsam genutzt, zum Beispiel in Rollenspielen zu Alltagssituationen, beim Benennen von Emotionen in Gesprächen über mögliche Reaktionen in verschiedenen Situationen und in Kleingruppen, um Emotionswechsel zu zeigen.

Reflexion

Beende die Aktivität mit einer Gesprächsrunde.

  • Wie gefällt dir deine Puppe?
  • War es leicht oder schwierig, die verschiedenen Emotionen zu gestalten?
  • Hilft die Puppe dabei, über eigene Emotionen nachzudenken und zu sprechen?

Verdeutliche, dass niemand verpflichtet ist, über persönliche Emotionen zu sprechen! Die Puppe kann jedoch ein hilfreiches Werkzeug sein, wenn es schwerfällt, Worte zu finden oder wenn Kinder Emotionen zunächst im Spiel ausdrücken möchten.

Variationen und zusätzliche Ideen

Geschichten erzählen zu Emotionen

Verwende eine Reihe von Situationskarten, die eine kurze Geschichte erzählen und zeigen, wie sich Gefühle verändern können. Z.B.:

  • Ein Kind ist glücklich, weil es ein neues Spielzeug hat.
  • Das Kind schaut sich um und beginnt, sich Sorgen zu machen oder Angst zu bekommen, weil es denkt, das Spielzeug sei verloren gegangen.
  • Die Pädagog*in ermutigt das Kind, nach dem Spielzeug zu suchen.
  • Das Kind findet das Spielzeug und freut sich wieder.

Lass die Kinder darüber sprechen, was auf jedem Bild geschieht, und ihre Puppen einsetzen, um zu zeigen, wie sich das Kind in der Geschichte in jedem einzelnen Schritt fühlen könnte.

Weitere Emotionen erforschen

Wenn die Kinder sicher im Umgang mit den fünf Basisemotionen sind, können sie eigene Ideen einbringen und neue Emotionsgesichter gestalten, zum Beispiel Stolz, Enttäuschung oder Gelassenheit.

Anleitung zum Basteln einer Handpuppe

  1. Drucke das Schnittmuster aus. Achte aufgrund unterschiedlicher Druckereinstellungen auf das Testquadrat. Dieses sollte 2cm × 2cm groß sein. So stellst du sicher, dass das Schnittmuster der Handpuppe die richtige Größe hat. Übertrage das Schnittmuster auf 1,5-2mm dicken Filzstoff. Schneide die Teile anschließend aus.

  2. Beginne damit, die Arme auf das Schnittmuster zu nähen (oder zu kleben). Nähe (oder klebe) danach beide Seiten der Handpuppe entlang der 0,5cm-Nahtzugabe rund um den Zuschnitt zusammen. Anstelle des Nähens kannst du die Handpuppe auch mit Neostik, Stoffkleber oder Heißkleber zusammenkleben.

  3. Klebe selbstklebende "Klettpunkte" auf den Kopf der Handpuppe sowie auf die Gesichtssilhouetten. Die Handpuppe ist nun einsatzbereit.

Arbeitsblatt "Handpuppen-Vorlage" 1

Arbeitsblatt "Handpuppen-Vorlage" 2

Arbeitsblatt "Situationskarten"

Im Kindergarten spielen

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Spielzeug teilen

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Ein Bild malen

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Die erste Fahrradtour

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Der dunkle Raum

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Der kaputte Turm

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Fotos der Aktivität