Wenn es darum geht, die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern zu begleiten und zu fördern, ist es wichtig, den Blick auch auf die eigenen persönlichen Kompetenzen zu richten...
Emotionale Reife ist ein zentrales Element professioneller Pädagogik. Um Kinder wirksam zu begleiten, brauchen Pädagog*innen mehr als Fachwissen: Sie müssen emotional gefestigt sein und ihre Gefühle bewusst wahrnehmen und regulieren können. So bleiben sie auch in stressigen Situationen handlungsfähig und werden zu glaubwürdigen Vorbildern. Emotionale Kompetenz ermöglicht, vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen - eine zentrale Voraussetzung für gelingende Bildungsprozesse.
Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher zur Förderung sozial-emotionaler Fähigkeiten, sollten ein selbstverständlicher Bestandteil der pädagogischen Weiterbildungspraxis sein. Wichtige Fortbildungsinhalten sind: das Erkennen des emotionalen Befindens der Kinder, Sicherheit in kindgerechter emotionsfreundlicher Kommunikation mit Kindern gewinnen sowie die Entwicklung gezielter Förderangebote für den Alltag und in Projekten. Beim LifeComp-Ansatz werden die persönlichen Kompetenzen Selbstwahrnehmung, Emotionsregulation und Resilienz besonders in den Blick genommen.
Selbstwahrnehmung bedeutet, die eigenen Gefühle, Interessen, Werte und Stärken zu erkennen und zu verstehen. Menschen mit dieser Fähigkeit wissen, wie ihre Emotionen ihr Verhalten und ihre Entscheidungen beeinflussen. Sie kennen ihre Stärken und Schwächen, was ihnen hilft, realistische Ziele zu setzen und zu verfolgen, sich selbst zu motivieren und mit Gefühlen besser umzugehen.
Emotionsregulation ist die Fähigkeit, eigene Gefühle zu steuern, etwa Impulse zu kontrollieren, mit Stress umzugehen und in schwierigen Situationen durchzuhalten. Sie hilft, fokussiert zu bleiben, innere Stärke zu entwickeln und fördert Resilienz und somit Herausforderungen gut zu meistern.
Resilienz beschreibt die Fähigkeit, mit Belastungen und schwierigen Lebenssituationen positiv umzugehen. Sie zeigt sich darin, trotz Herausforderungen handlungsfähig zu bleiben, Rückschläge zu bewältigen und sich weiterzuentwickeln. Resilienz ist kein fester Zustand, sondern ein dynamischer Prozess, der durch Schutzfaktoren wie Ausdauer, Hoffnung, Optimismus, Zielstrebigkeit, Lernmotivation und Bildungshunger unterstützt wird.
Um die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern im Kita-Alter zu fördern, ist es entscheidend, dass auch pädagogische Fachkräfte über entsprechende Kompetenzen verfügen. Deshalb wurden Programme entwickelt, die Selbstwahrnehmung, Emotionsregulation und Resilienz bei Erzieher*innen stärken - mit dem Ziel, einerseits als Vorbilder zu wirken und andererseits diese Fähigkeiten gezielt bei Kindern zu fördern. Ein Beispiel ist das RULER-Programm (Recognizing, Understanding, Labelling, Expressing, and Regulating Emotions, Hoffman et al., 2020). Es unterstützt Menschen jeden Alters dabei, Emotionen im Alltag bewusst wahrzunehmen, angemessen auszudrücken und gezielt zu regulieren - mit dem Ziel, die emotionale Kommunikation zu verbessern und die persönliche sowie berufliche Entwicklung zu stärken.
Ein weiteres Beispiel ist PROMEHS (Tatalović Vorkapić, Colomeischi & Ornaghi, 2023), das auf dem CASEL-Modell basiert. Es fördert fünf zentrale sozial-emotionale Kompetenzen: Selbstwahrnehmung, Selbststeuerung, Empathie, Beziehungsfähigkeit und verantwortungsvolles Entscheiden. Die gezielte Förderung dieser Kompetenzen bei pädagogischen Fachkräften wirkt sich nachhaltig positiv auf Kinder aus, insbesondere auf deren emotionale Stabilität, Wohlbefinden und psychische Gesundheit.
Programme wie diese zeigen, wie wichtig es ist, sozial-emotionales Lernen auch in Kitas zu fördern, sowohl bei Kindern als auch bei den Fachkräften. Erzieher*innen, die gut mit eigenen Gefühlen umgehen können, erkennen leichter, was Kinder brauchen, wo ihre Stärken liegen und wo sie Unterstützung benötigen. So können sie gezielter auf jedes Kind eingehen. Auch im Kontakt mit Eltern hilft eine gute emotionale und soziale Kompetenz, zum Beispiel, um Meinungsverschiedenheiten ruhig zu klären und gemeinsam gute Lösungen für schwierige Situationen zu finden.
Studien und Praxiserfahrungen zeigen: Die emotionale Kompetenz von Erzieher*innen ist ein Schlüsselfaktor im Umgang mit Stress und dem Erleben von beruflicher Überlastung. Sie beeinflusst maßgeblich die Qualität der Zusammenarbeit, im Team, mit den Kindern und mit deren Familien. Besonders wichtig sind dabei das Erkennen, Ausdrücken und Regulieren von Gefühlen. Je nachdem, wie gut diese Fähigkeiten entwickelt sind, gehen Fachkräfte unterschiedlich mit herausfordernden Situationen um und nehmen Belastungen sowie mögliche Lösungen unterschiedlich wahr. Emotionale Kompetenzen stärken das Gefühl von Selbstwirksamkeit im Beruf und die gegenseitige Unterstützung im Team. Beides ist entscheidend, um langfristig gesund und zufrieden im Beruf zu bleiben.
Interessant ist, dass sie, je nachdem, wie stark sie ausgeprägt sind, sowohl einen Risikofaktor (bei geringer Ausprägung) als auch einen Schutzfaktor (bei hoher Ausprägung) in der beruflichen Tätigkeit von Pädagog*innen darstellen können, darüber hinaus auch in ihrem Privatleben sowie allgemein für ihr Wohlbefinden und ihre psychische Gesundheit. Es ist äußerst wichtig, emotionale Kompetenzen zu fördern und Erzieher*innen in Programmen des sozial-emotionalen Lernens zu schulen, um stärkere Beziehungen zwischen Pädagog*innen und Kindern sowie eine bessere pädagogische Arbeit zu erreichen. Außerdem sind sie gemeinsam mit den Eltern zentrale Vorbilder für Kinder im Hinblick auf erwünschtes Verhalten, und es ist unbedingt notwendig, sowohl in qualitativ hochwertige Elternschaft als auch in das Wohlbefinden von Pädagog*innen zu investieren.
Aus dem Obigen ist erkennbar, dass der Erhaltung der psychischen Gesundheit als zentralem Punkt für die Aufrechterhaltung des Wohlbefindens von Beschäftigten besondere Bedeutung beigemessen wird. Gleichzeitig ist es wichtig, die Besonderheiten der Arbeit in Kindergärten im Blick zu behalten, bei denen der spezifische kulturelle Kontext sowie das Bildungssystem und die Bildungspolitik eines bestimmten Landes wesentliche Determinanten für die Qualität der pädagogischen Arbeit und die Möglichkeit einer angemessenen Anpassung von Pädagog*innen sind. Es ist bekannt, dass Stress sicherlich einer der Faktoren ist, die zu einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit und der Resilienz führen, und es ist entscheidend, Pädagog*innen Bedingungen zu bieten, die die Entwicklung von Kompetenzen für einen effizienteren Umgang mit verschiedenen herausfordernden Situationen ermöglichen. Eine große Zahl früherer Studien weist auf einen Zusammenhang zwischen emotionaler Kompetenz und Resilienz hin, und beide Konzepte stehen in Beziehung zu Stress. Über emotionale Kompetenzen zu verfügen und emotional intelligentes Verhalten zu zeigen, wird ebenfalls mit erhöhter Resilienz in Verbindung gebracht und führt zu einem besseren allgemeinen Funktionieren der einzelnen Person.
Eine der wichtigsten Kompetenzen ist, wie schon erwähnt, Resilienz. Die innere Motivation und die persönlichen Werte von Pädagog*innen fördern die Entwicklung emotionaler und professioneller Kompetenzen, die Resilienz überhaupt erst möglich machen. Sie helfen dabei, Stress zu bewältigen und Herausforderungen in persönliche und berufliche Stärken umzuwandeln. Resilienz entwickelt sich sowohl durch positive als auch durch negative Erfahrungen. Entscheidend ist, wie jemand mit diesen Situationen umgeht. Sie hängt sowohl von inneren als auch von äußeren Ressourcen ab. Studien zeigen: Positive Gefühle, hohe Resilienz und geringerer Stress hängen eng zusammen, ebenso wie negative Emotionen, niedrige Resilienz und hoher Stress. Diese Zusammenhänge verdeutlichen, wie wichtig emotionale Kompetenzen für die Entwicklung von Resilienz und den Erhalt psychischer Gesundheit im Beruf sind, besonders in Arbeitsfeldern mit hoher Belastung. Deshalb ist es essentiell, gezielt die Kompetenzen von Pädagog*innen im Hinblick auf ihre mentale Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu stärken (Tatalović Vorkapić & Pereša, 2024).
Da Kinder einen großen Teil ihres Tages in der Kita verbringen, ist das Verhalten der pädagogischen Fachkräfte und ihre Art, den Umgang mit Gefühlen zu vermitteln, besonders wichtig. Durch die Gestaltung und Begleitung sozial-emotionaler Bildungsprozesse geben Pädagog*innen ihre Werte, Einstellungen und Sichtweisen weiter und prägen damit maßgeblich das Weltbild der Kinder. Ob ein Kind eine optimistische Lebenseinstellung entwickelt, hängt stark davon ab, wie häufig es positive Erfahrungen und Vorbilder in seiner Umgebung erlebt. Neben den Eltern kommt den Pädagog*innen dabei eine zentrale Rolle zu spielen. Vor allem wenn Kinder aktiv mitgestalten und ihre eigenen Gefühle und Erfahrungen einbringen dürfen, stärkt das ihr Selbstvertrauen und ihr Gefühl von Kompetenz. Werden ihre Anstrengungen und Erfolge wahrgenommen, verbindet sich Lernen für sie mit positiven Erfahrungen und sie entwickeln Freude am Weiterlernen.
Wenn Pädagog*innen selbst emotional kompetent sind und sie über eine hohe Resilienz verfügen, werden sie dazu beitragen können, dass Kinder diese Fähigkeiten ebenfalls entwickeln. In einer pädagogischen Umgebung, die Resilienz fördert, werden Kinder als eigenständige Persönlichkeiten akzeptiert, die ihre sozialen Handlungen, Ziele und Lerninhalte mitbestimmen. Pädagog*innen übernehmen hier eine wichtige Rolle, indem sie Motivation und Unterstützung anbieten. Wenn Kinder selbst Entscheidungen treffen können und ihre Anstrengungen anerkannt werden, spüren sie: Die Erwachsenen trauen mir etwas zu. Das Ergebnis sind positive Lernerfahrungen und persönliche Entwicklungserfolge.
Xenia, Erzieherin, betritt den Gruppenraum. Heute hat Yasin (4;7) Geburtstag und ist ganz aufgeregt. Xenia beginnt, die Geburtstagsfeier vorzubereiten, eine Krone, den besonderen Stuhl, Kekse und die Gitarre zu holen.
Plötzlich ruft Zeno (5;1): "Geburtstag ist voll doof! Yasin ist doof! Ich mag Yasin nicht!"
Yasin schreit zurück und dann schubsen sich die beiden schreienden Kinder.
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Xenia merkt, dass sie sich ärgert, da die Feier in Gefahr ist. Und sie ist besorgt, dass ein Kind verletzt wird. Sie hält inne und atmet bewusst. Sie erinnert sich, dass Zeno traurig war, weil sein Geburtstag in die Ferien fiel und die Feier noch nicht nachgeholt wurde. Mit ruhiger Stimme äußert sie ihre Sorge um das Wohlergehen der Kinder. Sie sagt zu Zeno, dass sein Ärger gesehen wird. Zu Yasin sagt sie, dass es weiterhin darum gehe, seinen Tag zu feiern. Sie schlägt vor, gleich nach dem Geburtstagskreis eine Lösung für Zeno zu suchen. Das steckt dahinter: Das Bewusstsein für eigene Gefühle und ihre Regulation schafft eine sichere, unterstützende Atmosphäre. Emotionale Momente bieten Chancen, Kindern den Umgang mit Gefühlen und die Suche nach konstruktiven Lösungen vorzuleben.
Die Erzieherin Antonia erhält einen dringenden Anruf: Ihre Mutter hatte einen Unfall und liegt im Krankenhaus. Antonia fühlt sich auf einmal sehr schwach und den Tränen nahe. Zurück in der Gruppe wird sie von den Kindern umringt, sie wollen jetzt das lustige Bewegungsspiel spielen, das sie sich vorher ausgesucht hatten.
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Antonia nimmt ihre Emotionen, den Schreck und die Angst um die Mutter wahr. Sie nutzt eine beruhigende Atemtechnik und Selbst-Mitgefühl: ""Angst und Trauer sind jetzt in Ordnung."" Wenn ihre Emotionsregulation gelingt, kann sie weiter mit den Kindern arbeiten und ggf. auch über ihre Situation sprechen. Wenn sie zu belastet ist, sollte sie das Team informieren, um Entlastung zu finden. Das steckt dahinter: Kinder lernen am Vorbild, dass es wichtig ist, Gefühle wahrzunehmen und aktiv zu regulieren.
Mittagszeit. Farid (3;8) ist wählerisch und mag das heutige Essen nicht. Er weigert sich zu essen. Der Erzieher Ansgar versucht ihn zu überreden, aber Farid bleibt stur. Ansgar bietet ihm dann einen Keks an, damit er nicht hungrig bleibt. Das findet Birgit, Ansgars Kollegin, nicht richtig und sagt nach dem Essen, dass Farid so nicht lernt, gesund zu essen und dass Kita-Regeln boykottiert werden.
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Birgits Ansprache war emotional. Respektvolle Ich-Botschaften wären sinnvoller: Ich habe bemerkt, dass es dir wichtig ist, dass Farid satt wird. Das steckt dahinter: Kolleg*innen wertschätzend ansprechen, damit Selbstreflektion und Orientierung am pädagogischen Konzept (hier: Kinder wählen selbst aus und werden nicht gedrängt zu essen) angeregt werden.
Die Pädagogin Anna spricht mit Kind Carla (4;2), die immer wieder Bausteine durch den Raum wirft. Anna erklärt mehrfach ruhig, dass das gefährlich ist und auch die Gruppe stört. Carla reagiert nicht. Annas Stresslevel steigt rapide, sie hebt die Stimme. Der zweite Gruppenerzieher Ben kommt näher, berührt Anna leicht am Arm und fragt freundlich:
"Kannst du mir helfen? Ich habe die Wasserflasche in der Küche vergessen."
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Um pädagogisches Fehlverhalten zu vermeiden, ist es für Anna wichtig, ihren Stress wahrzunehmen, innezuhalten und ihre Emotionen zu regulieren. Durch Bens Angebot kann sie aus der Situation heraustreten. Das steckt dahinter: Akzeptanz von Stress, kollegiale Unterstützung und das Annehmen von Hilfe sind wichtige Ressourcen.
Erzieherin Xenia hat Schwierigkeiten, in stressigen Momenten ruhig zu bleiben. Sie wendet sich an die Kita-Leiterin Marie: "Ich merke, dass ich oft überfordert bin, wenn Konflikte unter den Kindern eskalieren. Ich werde aus lauter Stress dann wütend. Letztens habe ich sogar vor der ganzen Gruppe laut geschrien."
Marie reagiert ruhig. Sie macht deutlich, dass aggressives Verhalten in keinem Fall akzeptabel ist. Sie dankt Xenia für ihre Offenheit. Gemeinsam besprechen sie Handlungsalternativen und Unterstützungsmöglichkeiten für Xenia.
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Offenheit ist wichtig. Die Leiterin wertschätzt das Vertrauen ihr gegenüber und bietet Unterstützung an. Sie gibt Feedback und betont die Bedeutung der emotionalen Selbstregulation im professionellen Kontext. Das steckt dahinter: Über Probleme sprechen ist richtig. Das Recht der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung steht im Mittelpunkt. Die Kollegin kann an ihrer Problematik arbeiten.
Pädagoge Mehmet betritt den Gruppenraum der Fünfährigen. Er bringt eine kleine Gitarre mit. Die Kinder sind neugierig und zählen die Saiten - nur vier! Die normale Gitarre von Mehmet hat sechs! Sie gucken in Büchern nach, recherchieren online und finden heraus: Das Instrument heißt Ukulele. Sie entdecken auch, dass das Wort Ukulele springender Floh bedeutet. Zusammen mit Mehmet erfinden sie ein kleines Lied über einen fröhlichen Floh. Die Kinder sind stolz auf ihr Lied! An den folgenden Nachmittagen spielt Mehmet nun häufig Ukulele, natürlich auch das Floh-Lied. Die Kinder singen oder summen mit. Einige tanzen, springen oder klatschen im Takt, andere hören zu, ohne ihre aktuelle Beschäftigung zu unterbrechen.
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Mehmet reflektiert die gelungene Aktivität. Aus einer spontanen Situation ist ein freudvoller Lernmoment entstanden. Mehmet kann die gemeinsame Erfahrung verstärken, indem er im Nachgang aktiv über die Aktion spricht, Freude ausdrückt und die Aktivitäten der Kinder wertschätzt. Das steckt dahinter: das Engagement der Kinder wird durch verbale und emotionale Siegelung positiv bestätigt. Gelungene gemeinsame Aktivitäten stärken auch das Gruppengefühl und die soziale Verbundenheit. Mehmet agiert als Vorbild, er zeigt positive Gefühle und Interesse am Gegenstand. Er begegnet den Kindern offen, unterstützend und wertschätzend.
Pädagogin Gina mag Kunst und Malen, verwendet aber nicht gern vorgefertigte Ausmalbilder.
Pädagogin Gina bringt heute dennoch Kopien mit in die Gruppe, auf denen Batterien abgebildet sind.
„Ha, für Autos!“, ruft Xaver (4;9).
Gina fragt: „Warum haben Autos eigentlich Batterien?“
Eine lebhafte Diskussion beginnt. Die Kinder reden darüber, wie die Batterie den Motor antreibt oder sogar das ganze Auto.
„Die muss aufgeladen werden“, erklärt Yilmaz (5;2).
„Mamas E-Bike ist alt. Das muss oft an die Steckdose!“, führt er weiter aus.
Gina ist beeindruckt. „ Ihr wisst ganz viel über Batterien! Brauchen wir Menschen eigentlich auch eine Batterie? Wo kommt unsere Energie her?“, fragt sie.
Dann fragt Gina: „Kannst du dir vorstellen, du wärst eine Energiezelle?“
Gina sagt weiter: „Wenn ihr Lust habt, könnt ihr auf der Kopie malen oder zeichnen, was euch Energie gibt.“
Die Kinder sind begeistert und legen los.
Yilmaz gibt Gina ein Blatt und sagt: „Du musst deine Batterie auch malen!“
Gina ist überrascht, macht aber gerne mit.
Nach Dienstschluss sitzt Gina nachdenklich vor ihrer Zeichnung.
„Hm, ist die Batterie halb leer oder halb voll?“, murmelt sie.
Nach einer kurzen Pause fügt sie hinzu: „Ich sollte mir dringend ein paar neue Stromquellen suchen…"
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Anregende Situationen und neue Materialien wecken das Interesse der Kinder und geben Impulse (hier für die Selbstfürsorge). Die Pädagogin lässt sich von den Ideen und der Diskussion der Kinder überraschen. Die Kinder sind aktiv an der Mitgestaltung des Lernprozesses beteiligt. Das steckt dahinter: Die Kinder erleben, dass ihre Neugier und ihr Wissen wichtig ist und der gemeinsame Austausch bereichert. Das Grundbedürfnis: sich auszuruhen, Energie zu tanken, steht im Fokus. Es beginnt ein co-konstituierender Prozess und Gina denkt über ihre eigenen Ressourcen nach.
Kinder und Pädagog*innen bereiten eine Aufführung für das Sommerfest vor. Jeden Tag wird gemeinsam geprobt, mit Liedern, Texten und kleinen Spielszenen, die die Kinder selbst aussuchen und mitgestalten. Erzieherin Petra begleitet auf der Gitarre, die Kolleg*innen Zacharias und Leonie helfen bei den Proben. Die Stimmung steigt von Tag zu Tag, das gemeinsame Singen und die kleinen Szenen klappen immer besser. Jeden Morgen freuen sich Kinder und Pädagog*innen auf die Proben.
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Pädagog*innen schaffen die Rahmung und den Fokus auf das gemeinsame Ziel. Wichtig ist die Grundhaltung: Jeder hat eine Aufgabe, jede Stimme zählt. Das steckt dahinter: Kinder erleben Freude, Verantwortung und Stolz, wenn ein Ziel gemeinsam verfolgt wird. Die Pädagog*innen sind Vorbilder für Zusammenarbeit, kreative Problemlösungen sowie die Freude am gemeinsamen Tun.
Der Erzieher Karim mag Tiere sehr gerne. Aber Insekten und Spinnen findet er wirklich überflüssig. Spinnennetze sind doch einfach nur Staubfänger, die an Wänden und Decken hängen. In der Gruppe der Fünfjährigen geht es diese Woche um ein neues Projekt. Die Kinder möchten mehr über "hilfreiche" Insekten erfahren und sie interessieren sich ausgerechnet für Spinnen.
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Pädagog*innen sollten sich eigener Abneigungen und Ängste bewusst werden. Sie können sich auf Lernsituationen mit Themen, die negative Gefühle auslösen, gezielt vorbereiten, beispielsweise mit Sach- und Bilderbüchern, die Situation gemeinsam mit einer Kollegin planen oder externe Expert*innen einladen. Die eigenen Emotionen können im Gespräch mit den Kindern auch benannt werden. Die Herausforderung kann genutzt werden, Neues zu lernen und eigene Einstellungen zu ändern.
Das steckt dahinter: Kinder erwerben neues Weltwissen und erfahren darüber hinaus, dass Menschen unterschiedliche Vorlieben und Abneigungen haben, dass dies OK ist und dass sich Einstellungen auch ändern können, wenn mit Themen gearbeitet wird.
Ein Tag im Spätherbst, es ist neblig und trüb. Die Sonne zeigt sich zwar gerade, aber am frühen Nachmittag, nach der Mittagspause und üblichen Ruhezeit, wird es draußen bereits dunkel sein. Während des Mittagessens beschweren sich einige Kinder bei ihrer Erzieherin Nora. Sie wollen lieber draußen spielen, solange es noch hell ist und finden die Ruhezeit nach dem Essen doof! Nora greift die Bitte der Kinder auf. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sara stimmt sie zu, den üblichen Ablauf zu ändern. Jedes Kind kann ab heute nach dem Mittagessen selbst entscheiden, ob es in den Garten gehen möchte. Wer sich lieber ausruhen möchte, kann drinnen bleiben. Nora und ihre Kollegin beaufsichtigen die Kinder abwechselnd drinnen und draußen.
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Der Fokus der Erzieherinnen liegt auf den Interessen und Bedürfnissen der Kinder. Das jeweils individuelle Bedürfnis der Kinder nach Sonnenlicht und Spielen im Freien wird wahrgenommen und aufgegriffen, statt einer Tagesplanung zu folgen, die in diesem Fall ohnehin nicht mehr zur Jahreszeit passt. Das steckt dahinter: Beschwerden, Bitten und Vorschläge der Kinder sollten im Team grundsätzlich ein Forum erhalten, erfragt, gehört und in die pädagogische Planung einbezogen werden. Individualisierbare Varianten sollten starre oder überholte Alltagsroutinen ersetzen.
Ysa (25 Jahre) beginnt nach ihrem Bachelor in Kindheitspädagogik als Erzieherin in einer Kita. Das Team dort arbeitet schon seit vielen Jahren zusammen. Das Durchschnittsalter der Kolleg*innen liegt bei über 50 Jahren. Alle sind freundlich und hilfsbereit. Aber Ysa fühlt sich fehl am Platz. Dazu kommt, dass es in der Kita ganz anders als in ihren Praktika in einer von der Uni empfohlenen Kita läuft. Sie hat Schwierigkeiten, sich mit den niedrigen pädagogischen Standards in der Einrichtung zu arrangieren.
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Den Blickwinkel zu verändern, weg vom Anderssein hin zu der Chance, von den Erfahrungen der älteren Kolleg*innen zu profitieren. Die Kolleg*innen signalisieren Hilfsbereitschaft, sind aber evtl. selbst unsicher, denn die neue Kollegin hat einen anderen Ausbildungshintergrund. Offen über eigene Fragen oder Unsicherheiten zu sprechen, auch über mögliche Unterschiede im Denken oder Handeln, kann der erste Schritt zu einer konstruktiven Zusammenarbeit sein. Das steckt dahinter: Auf der Basis eines offenen und respektvollen Austauschs kann Ysa zeigen, was sie ausmacht und was ihr wichtig ist. Die Kolleg*innen erhalten die Chance, sich auch auf Neues einzulassen. Auf diese Weise kann der Einstieg in den Beruf zu einer bereichernden Erfahrung für die junge Pädagogin und die erfahrenen Kolleg*innen des eingespielten Teams werden.
Pädagoge Alex begrüßt morgens die Kinder im Eingangsbereich der Kita. Frau Zabel rauscht in den Raum, ihre Tochter Marcella (5;2) kommt mit viel Abstand hinterher. Frau Zabel wirkt gestresst und ruft Marcella zu: „Los jetzt du lahme Schnecke!“
Dann wendet sie sich an Alex: „Jeden Morgen bringt sie mich auf die Palme! Ich muss pünktlich bei der Arbeit sein! Das ist Absicht, damit sie Aufmerksamkeit kriegt.“
(z.B.: Warum könnte sich Frau Zabel so verhalten? Wie könnte sich dies auf Marcella, Alex und sie selbst auswirken?) 1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Die Fachkraft kann Mutter und Kind zurückspiegeln, dass der Stress beider gesehen wird. Die Situation sollte im Nachgang gemeinsam mit der Mutter reflektiert werden. Bring- und Abholsituationen sind auch wichtige Themen für Elternnachmittage auf denen die Fachkräfte die Kinderperspektive vermitteln, bspw. mit praktischen Übungen, bei denen Eltern in die Rolle der Kinder schlüpfen, und Ideen für Stress-reduziertes Ankommen erarbeitet werden. Das steckt dahinter: Transitionen benötigen eine Rahmung, die die Bedürfnisse der Kinder, Eltern und Fachkräfte berücksichtigt. Wenn das Team Konflikte als Chancen sieht und lösungsorientiert arbeitet, können Eltern darin unterstützt werden, dysfunktionale Verhaltensweisen und Kommunikationsmuster zu erkennen und zu ändern.
Die Kinder spielen im Außengelände. Lea baut mit Förmchen, Wasser und einigen Zweigen im Sandkasten eine Sandburg. Die Pädagogin Beate beobachtet sie und überlegt, wie lange Lea wohl bei der Sache bleiben wird. Zwei andere Kinder kommen vorbei, schauen, machen Bemerkungen und gehen wieder. Lea lässt sich nicht ablenken. Insgesamt arbeitet sie 25 Minuten konzentriert an der Sandburg.
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Lea zeigt im Spiel eine hohe Konzentration. Das ist ein wertvoller Moment innerer Motivation und eine Phase differenzierter Lernprozesse. Die gezielte Beobachtung und, ohne zu unterbrechen oder zu bewerten, ein feinfühliges Angebot zum dialogischen Austausch (Was baust du? Was brauchst du dafür? Was gefällt dir besonders? Wie machst du das genau usw.) sind die pädagogischen Mittel der Wahl. Übergänge (hier von draußen nach drinnen) sollten frühzeitig angekündigt werden, um dem kindlichen Recht auf Information und Mitbestimmung zu entsprechen und eine gute Orientierung zu geben. Wenn das Kind sein Vorhaben noch nicht abgeschlossen hat, sollten Bauprojekte auch stehen bleiben dürfen.
Nico (28) arbeitet seit fünf Jahren im Kindergarten. Er versucht stets, allen beruflichen Anforderungen gerecht zu werden: individuell auf die Bedürfnisse und Entwicklungsschritte der Kinder einzugehen, für die Eltern präsent zu sein und den Erwartungen von Teams und Leitung in Bezug auf Fachlichkeit, Projekte und Fortbildungen zu entsprechen. Jeder Tag ist zu kurz. Jeden Abend schreibt Nico Berichte und bereitet sich auf den nächsten Tag vor. Morgens ist Nico oft müde, fühlt sich den ganzen Tag über körperlich erschöpft und dumpf im Kopf. In letzter Zeit geht er schon während der Arbeitszeit mit den Kindern ständig im Kopf durch, welche diversen weiteren Aufgaben während der Woche noch anstehen.
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Hohe Erwartungen an die eigene Professionalität können zu Überforderung führen. Besser ist es, sich in kleinen Schritten realistische Handlungsziele zu setzen und berufliche Richtziele in Abständen zu checken. Das Wesentliche bleibt das Wohlbefinden der Kinder und die gute Zusammenarbeit mit den Familien. Fachkräfte müssen sich ihrer eigenen Ressourcen und Grenzen bewusst sein, denn ihre Persönlichkeit ist ihr Hauptwerkzeug.
Der Austausch im Team, auch über eigene Ansprüche, hilft, eine konstruktive Aufteilung der täglichen Aufgaben zu organisieren. Junge Kolleg*innen unterstützt dies darin, die eigene Planung und Ansprüche mit der Realität abzugleichen. Auch Techniken wie z.B. Achtsamkeitsübungen oder Journaling helfen, Aufgaben zu strukturieren und ein inneres Gleichgewicht zu entwickeln.
Auch wenn es im Kindergarten einmal drunter und drüber geht, bleibt Theresa (43) gelassen. Kollegin Ronja (25) wundert sich: „Wie machst du das? Ich bin völlig lost und du hast immer eine geniale Idee und die Kinder werden ruhig!“
Theresa antwortet: „Einerseits liegt das vielleicht in meiner Veranlagung. Ich bin ein gemütlicher Typ. Aber andererseits...“
Theresa lacht, "… ist das auch hartes Training!"
„Also machst du abends auch noch Sport?“, fragt Ronja.
Theresa antwortet: „Ja, schon, aber mein eigentliches Training besteht darin, wie ich den Alltag im Kindergarten gestalte. Ich achte sehr bewusst auf meine Atmung und weiß, wie ich mich erden kann, wenn es stressig wird. Und ich habe Routinen aufgebaut. Ich hatte vor fünf Jahren ernsthafte Herzprobleme. Das war ein Weckruf. Das Achten auf körperliche Signale und Routinen helfen mir heute sehr!“
1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?
Auch wenn es keine allgemein gültige Lösung gibt, kann das, was einer Person hilft, für andere inspirierend sein. Hilfreiche Gewohnheiten und persönliche Strategien im Team und in Fortbildungen zu besprechen, gehört zu den wertvollsten Formen der Zusammenarbeit und Unterstützung im pädagogischen Alltag.
Das steckt dahinter: Eine bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Bedürfnissen, Inspiration und Feedback durch Kolleg*innen und weitere Fachpersonen sind wichtige Elemente der beruflichen Entwicklung. Fachkräfte müssen sich ihrer eigenen Ressourcen und Strategien bewusst sein, denn ihre Persönlichkeit ist ihr Hauptwerkzeug.