3.4 Lernkompetenzen von Pädagog*innen

Die Bedeutung lernbezogener Kompetenzen wird in bildungspolitischen Dokumenten der EU und in globalen Forschungsarbeiten zur Qualität von Bildungssystemen hervorgehoben. Die Teilnahme an kontinuierlicher beruflicher Weiterbildung (CPD) gilt als wichtiger Prädiktor für die Qualität von Interaktionen zwischen Pädagog*innen und Kind und steht in direktem Zusammenhang mit kindlicher Entwicklung und Bildung (Jensen & Rasmussen, 2019; OECD, 2018).

Um mit sich wandelnden Paradigmen in der frühkindlichen Bildung Schritt zu halten und auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowie veränderte gesellschaftliche Anforderungen zu reagieren, müssen sich Pädagog*innen kontinuierlich weiterentwickeln. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit Forschungsergebnissen, pädagogischen Prinzipien im Wandel und Praxisbeispielen. Eine Haltung des lebenslangen Lernens ermöglicht es Fachkräften, ihre Fähigkeiten stetig zu erweitern zum Wohl der Kinder.

Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ist die Kompetenz des „Lernen zu lernen“ Teil bildungspolitischer State of the Art geworden. Internationale Organisationen wie OECD (2017, 2019, 2020), UNESCO (2013/2014) und die Europäische Kommission (2021) betonen in ihren Empfehlungen die Bedeutung dieser Schlüsselkompetenz für lebenslanges Lernen (L2L, Europäischer Rat 2006).

Der Europäische Rahmen für personale, soziale und Lernkompetenzen (LifeComp) soll ein gemeinsames Verständnis dieser Schlüsselkompetenz fördern und deren Umsetzung erleichtern. Die LifeComp-Kompetenzen werden als flexibel beschrieben und durch formales, non-formales und informelles Lernen erworben. Ihre Entwicklung gilt als entscheidend, damit Bürger*innen ihr Lernen und ihre beruflichen Wege selbstbestimmt gestalten können (Caena 2019; Sala et al. 2020).

Lernen zu lernen ist eine Kompetenz, die im gesamten Lebensverlauf erworben werden kann. Sie ist ein relevanter Motor für Veränderungen im Erwachsenenalter und fördert Beschäftigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

Lernen zu lernen gilt als Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts, die auch frühpädagogische Fachkräfte entwickeln sollten, um sie schon im frühen Kindesalter bei Kindern zu fördern. (Brito et al., 2021; Huerta et al., 2020).

Definitionen von „Lernen zu lernen“

Lernen zu lernen ist die Fähigkeit, eigene Lernprozesse weiterzuverfolgen sowie dieses Lernen zu organisieren. Lernen zu lernen betrifft sowohl affektive als auch kognitive Elemente und stellt eine Kombination aus Wissen, Fähigkeiten und Haltungen dar: selbstreguliertes Lernen, Metakognition und Lernmotivation, die Aneignung, Verarbeitung und Anwendung neuen Wissens und neuer Fertigkeiten sowie die Fähigkeit, Hilfen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Wissen umfasst dabei Kenntnisse über bevorzugte Lernmethoden, Bildungs- und Berufsmöglichkeiten. Lernen zu lernen schließt das Wissen über bevorzugte Lernstrategien, das Bewusstsein für den eigenen Lernprozess und die eigenen Lernbedürfnisse, das Erkennen von Lerngelegenheiten sowie die Fähigkeit, Hindernisse beim Lernen zu überwinden, mit ein. Diese Kompetenz ist auch verbunden mit Kenntnissen über individuelle Entwicklungsbedarfe und Wege zur Kompetenzentwicklung sowie mit einem Fokus auf Bildung, Fortbildung und Gestaltung der beruflichen Laufbahn.

Fähigkeiten beinhalten das Management des eigenen Lernens und der beruflichen Entwicklung, Ausdauer, Eigenständigkeit, die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung, Konzentration, Entscheidungsfähigkeit, Organisation, kritisches Denken über Lernziele sowie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit ebenso wie die Fähigkeit, Hilfe zu suchen und anzunehmen. Auch Toleranz, Perspektivübernahme sowie der Aufbau von Vertrauen und Empathie gehören zu den sozialen Aspekten der Kompetenz.

Einstellungen und Werte betreffen das Selbstbild und die Bereitschaft zur Veränderung, Motivation, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie eine positive Haltung zum Lernen. Menschen sollen in der Lage sein, Ziele zu setzen, sich selbst zu motivieren und Ausdauer sowie Selbstvertrauen zu entwickeln, um Lernen lebenslang zu verfolgen. Eine problemlösende Haltung unterstützt sowohl den Lernprozess als auch die Fähigkeit, mit Herausforderungen und Veränderungen umzugehen. Dazu gehört der Wunsch, Vorerfahrungen und Lebenswissen zu nutzen sowie die Neugier, in unterschiedlichen Lebensbereichen Lernchancen zu suchen.

Lernen zu lernen bedeutet, dass Pädagog*innen an ihr Vorwissen und ihre Lebenserfahrungen anknüpfen, um diese in verschiedenen Kontexten, wie zu Hause, bei der Arbeit, in der Aus- und Weiterbildung, nutzbar zu machen. Motivation und Selbstvertrauen sind dafür grundlegend (Europäisches Parlament, 2006). Eine erweiterte Definition (Rat der Europäischen Union, 2018) schließt persönliche Kompetenzen wie Selbstwahrnehmung und Wohlbefinden, soziale Kompetenzen wie Kooperation sowie Fähigkeiten zur Lebens- und Laufbahngestaltung ein. Lernen zu lernen kann so als Metakompetenz verstanden werden, die übergeordnete Fähigkeiten zur Steuerung und Entwicklung weiterer Kompetenzen umfasst. Sie befähigt Menschen, innovative Lösungen für Herausforderungen in einer instabilen und komplexen Welt zu finden (Caena, 2019).

Im erweiterten Verständnis von Lernen zu lernen treten zwei Funktionen hervor: Erstens soll individuelles Lernen und persönliche Entwicklung unterstützt werden. Zweitens soll erfolgreiche Teilhabe und Handlungsfähigkeit in einer dynamischen Gesellschaft ermöglicht werden und damit der Aufbau lernender Gesellschaften gefördert werden. Der persönliche Bereich umfasst kognitive, metakognitive und motivational-affektive Dispositionen wie Neugier, Ausdauer und Kreativität. Der soziale Bereich bezieht sich auf das Verstehen von Lernumgebungen, soziale Werte, Beziehungen und die Wahrnehmung von Unterstützung.

Laut dem europäischen Rahmen LifeComp (Sala, Punie & Garkov, 2020) gliedert sich Lernen zu lernen in drei Teilbereiche: ein dynamisches Selbstbild, kritisches Denken und Lernmanagement, jeweils mit drei Deskriptoren im Referenzdokument.

Förderung von Lernen zu lernen bei Pädagog*innen

Lernen zu lernen ist auf allen Bildungsebenen zentral, auch für Fachkräfte im Elementarbereich. Diese Kompetenz betont die Fähigkeit, den eigenen Lernprozess aktiv zu gestalten mit langfristigem Nutzen für Bildung und Beruf.

Pädagog*innen kommt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung von Lernprozessen zu. Ihre professionelle Haltung und Bereitschaft zur Weiterentwicklung stärken nicht nur ihre Handlungskompetenz im Alltag, sondern wirken auch als Vorbild: Kinder orientieren sich an ihrem Verhalten und gestalten ihre Lernprozesse entsprechend.

Die Förderung der Kompetenz Lernen zu lernen erfordert eine aktive Lernhaltung. Wenn jedoch in der Ausbildung, insbesondere während der Praxisphasen, top-down-orientierte Ansätze (Lernangebote) vermittelt werden, stehen statt eigenverantwortlichem und reflexivem Lernen die Umsetzung fremdbestimmter Vorgaben im Vordergrund und die Entwicklung einer nachhaltigen Lernhaltung und deren Transfer in den Berufsalltag wird erschwert.

Laut Stringher (2014) lassen sich zentrale Elemente von Lernen zu lernen bei pädagogischem Personal wie folgt benennen:

  • Lernen zu lernen bei Frühpädagog*innen bedeutet, den eigenen Lernprozess aktiv und selbstgesteuert zu gestalten.
  • Es ist eine Metakompetenz, die verschiedene Fähigkeiten koordiniert, um Lernen effektiver zu machen.
  • Lernfortschritte hängen eng mit individueller Motivation und persönlichen Werten zusammen.
  • Der soziale Kontext ist ein zentraler Faktor. Er beeinflusst Motivation und Lernbereitschaft wesentlich.
  • Um Lernen zu lernen zu fördern, sollte es mit praktischen Erfahrungen verknüpft und in den pädagogischen Alltag integriert werden.
  • Pädagog*innen können Kinder dabei unterstützen, indem sie deren Neugier und Interesse an der Umwelt gezielt aufgreifen.

Forschung weist darauf hin, dass das Bewusstsein und Wissen von Pädagog*innen über die Kompetenz Lernen zu lernen eine Rolle in der Gestaltung entsprechender Bildungsprozesse spielt (Demetriou, 2014). Im Rahmen dieses Konzepts wird vorgeschlagen, bestehende Vorstellungen über das Lernpotenzial in der frühen Kindheit kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Ein möglicher Zugang besteht darin, dass Pädagog*innen ihre eigenen Auffassungen zum Lernen des Lernens, ihre aktuellen pädagogischen Praktiken sowie eingesetzte Aktivitäten systematisch analysieren, um Potenziale für die Unterstützung kindlicher Lernkompetenz zu identifizieren.

L1 Growth Mindset

Die Fähigkeit, im Lernprozess zu bleiben und das eigene Lernen zu organisieren

Alltagsgeschichte: Nicht aufgeben!

Oskar (5;3). hat oft Schwierigkeiten bei Aufgaben, die Hand-Auge-Koordination erfordern. An diesem Morgen entscheidet sich Oskar für ein Puzzle mit sehr kleinen Teilen. Nichts scheint zu passen. Oskar sieht unglücklich aus. Pädagoge Manuel beobachtet Oskars Bemühungen. Manuel sieht, dass einige Puzzleteile bereits passen, doch Oskar wirkt zunehmend frustriert.

Reflexionsfragen

Was könnte als Nächstes passieren? Wird Manuel eingreifen und helfen? Welche Art von Hilfe könnte Manuel anbieten? Wie könnten Manuels eigene Lernerfahrungen die Art der Unterstützung beeinflussen?

Empfehlungen

Es ist normal und völlig in Ordnung, dass manche Aufgaben schwierig und frustrierend sind, bevor sich Erfolg einstellt. Manuel könnte gemeinsam mit Oskar Strategien entwickeln, zum Beispiel eine Pause machen, online nach Tipps fürs Puzzeln suchen, ein anderes Puzzle auswählen oder andere Kinder einladen, mitzumachen. Das steckt dahinter: Wenn Manuel selbst aktiv Lernen zu lernen praktiziert, wirken seine dialogischen Unterstützungsangebote authentisch und motivierend.

Die Fähigkeit, im Lernprozess zu bleiben und das eigene Lernen zu organisieren

Alltagsgeschichte: Finde deinen Weg

Carmen und Daria arbeiten in einer kleinen, familiären Kita, die seit einigen Monaten geöffnet ist. Ihnen ist aufgefallen, dass das morgendliche Ankommen und das abendliche Abholen der Kinder fast täglich sehr lange dauert und für alle Beteiligten oft stressig ist.

"Warum brauchen Eltern morgens oder am Nachmittag so lange, um sich zu verabschieden?" fragt Carmen.

Daria hat eine Idee: "Vielleicht liegt es daran, dass die Eltern nicht genau wissen, wo der Gruppenraum beginnt. Unser Raum ist ja offen zum Eingangsbereich."

Carmen stimmt zu: "Stimmt, ich würde auch nicht auf Anhieb erkennen, wo der Abschiedsbereich ist!"

Reflexionsfragen

1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?

Empfehlungen

Gemeinsam überlegen sie, wie sie mit den Kindern und Eltern die Raumgestaltung so verändern können, dass klar ist, wo der Abschied stattfindet. So könnten Übergänge leichter und entspannter gelingen, ein wichtiger Schritt für einen gelungenen Kita-Alltag.

L2 Kritisches Denken

Bewertung von Informationen und Argumenten zur Förderung begründeter Schlussfolgerungen und innovativer Lösungen

Alltagsgeschichte: Auch Pädagog*innen lernen

Die Kita hat neue Tablets erhalten. Die Pädagoginnen Xenia und Yara starten mit den Fünfjährigen ein Medienprojekt. In der ersten gemeinsamen Gesprächsrunde berichten sie, dass sie zwar vorbereitend eine Fortbildung zur Nutzung von Tablets besucht haben, aber selbst noch Anfängerinnen im Umgang mit den Tablets im Kita-Alltag sind. Sie äußern sich positiv dazu und freuen sich darauf, im Projekt gemeinsam mit den Kindern vieles zu entdecken und zu lernen.

Reflexionsfragen

1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?

Empfehlungen

Das steckt dahinter: Xenia und Yara zeigen Neugier im Umgang mit neuen Medien und leben den Kindern vor, was lebenslanges Lernen bedeutet. Sie teilen ihre eigenen Lernziele offen, z. B.: "„Am Ende des Projekts möchte ich verstanden haben, wie dieses Tool funktioniert.“" Damit laden sie die Kinder ein, gemeinsam Neues zu entdecken. Sie gehen offen mit Unsicherheiten um und zeigen: Man muss nicht alles sofort wissen, wichtig ist die Bereitschaft, es herauszufinden. Durch diese Haltung stärken sie Selbstwahrnehmung, Lernfreude und die Akzeptanz von Fehlern. Sie könnten sagen: "„Es ist in Ordnung, nicht sofort alles zu wissen. Wichtig ist, dass man bereit ist, es herauszufinden.“" Auch Humor kann dabei helfen, die Angst vor dem Scheitern abzubauen.

Bewertung von Informationen und Argumenten zur Förderung begründeter Schlussfolgerungen und innovativer Lösungen

Alltagsgeschichte: Ein neues Bücherregal

Quentin möchte in der Kita ein neues Bücherregal einrichten. In der Teamsitzung weisen Kolleg*innen darauf hin, dass es bereits Bücherkisten in der Leseecke gibt.

Quentin erklärt: „Ja, wir nutzen Vorlesebücher in der Freispielzeit. Das ist toll und wichtig für die Sprachentwicklung. Aber ich habe bemerkt, dass Kinder Bücher oder Medien kaum nutzen, um selbstständig etwas über Projektthemen zu erfahren. Sie warten meist darauf, dass wir vorlesen. Ich dachte an ein Entdeckerregal, das Medien als spannende Quelle sichtbar macht.“

Reflexionsfragen

1. Welche Emotionen könnte die pädagogische Fachkraft im Beispiel haben? Was macht die pädagogische Prozessqualität in der geschilderten Situation aus? 2. Kennst du ähnliche Situationen? Welche Gefühle hattest du? Wie hast du dich verhalten? Warst du zufrieden mit dem Fortgang der Situation? Würdest du heute etwas anders machen?

Empfehlungen

Die Kita kann die Gestaltung eines neuen Regals als Anlass für ein partizipatives Projekt nutzen. Quentin erklärt: ""Die Pädagog*innen begleiten die Kinder dabei, ihre Ideen zu äußern, Entscheidungen zu begründen und Aufgaben im Team zu lösen."" Das Regal wird dauerhaft zu einer von allen genutzten Wissensquelle, einem lebendigen Lernort, der Neugier weckt und nachhaltige Lernprozesse unterstützt.

L3 Lernprozesse gestalten

Das eigene Lernen planen, organisieren, beobachten und reflektieren

Alltagsgeschichte: Brauche ich wirklich eine Fortbildung?

Alma arbeitet seit acht Jahren als Erzieherin. Seit der Ausbildung hat sie keine Fort- oder Weiterbildung besucht. Seit vier Monaten arbeitet sie nun in einer neuen Kita. Die Leitung dort spricht in Teamsitzungen immer an, wie wichtig regelmäßige Fortbildungen sind. Nun hat sie ein Gespräch mit Alma vereinbart, um über das Thema Fortbildung zu sprechen und in die konkrete Planung zu gehen.

Reflexionsfragen

Aus welchem Grund könnte Alma bislang keine Fortbildungen besucht haben? Wie kann sie sich auf das Gespräch vorbereiten? Wie ist deine Einstellung zu Fortbildungen? Wie sollte die Fortbildungsplanung in einem Team gestaltet werden?

Empfehlungen

Das steckt dahinter: Berufliche Weiterentwicklung ist ein wichtiger Bestandteil pädagogischer Professionalität. Erzieher*innen übernehmen dabei eigenverantwortlich die Planung ihrer Lernziele, orientiert an persönlichen Interessen und aktuellen Anforderungen im Alltag. Die Leitung unterstützt diesen Prozess durch Beratung, passende Rahmenbedingungen und gezielte Teamentwicklung. So entsteht ein gemeinsamer Lernprozess, der Fachlichkeit stärkt und zur Qualität der pädagogischen Arbeit beiträgt.

Das eigene Lernen planen, organisieren, beobachten und reflektieren

Alltagsgeschichte: Unser Gartenabenteuer

Es ist Frühling. Der Kita-Außenbereich wirkt grau und trostlos. Einige Kinder haben die Idee, Blumen zu pflanzen, ein neues Projekt entwickelt sich. Die Erzieher*innen Bert und Carola haben viel Projekterfahrung und wollen die Kinder in Entscheidungsprozesse einbeziehen. Beim ersten Projektgruppentreffen laden sie alle Kinder zur Mitgestaltung ein und skizzieren die Schritte, die es braucht, um ein Projekt gemeinsam erfolgreich umzusetzen.

Reflexionsfragen

Warum ist es sinnvoll, Projektschritte zu skizzieren? Welche Schritte gehören dazu? Warum ist es den Pädagog*innen wichtig, die Kinder aktiv einzubeziehen?

Empfehlungen

Eine klare Struktur hilft, den Projektverlauf besser zu planen, den Überblick zu behalten und Lernziele gezielt zu verfolgen, Fortschritte zu dokumentieren und bei Bedarf flexibel anzupassen (Projektschritte: 1. Lernziele definieren, 2. Inhalte und Aktivitäten planen, 3. Lernprozesse beobachten und dokumentieren, 4. Reflexion, 5. Ergebnisse und Erfahrungen teilen). Das gemeinsame Lernen motiviert und fördert eine offene Lernkultur.