Emotionen angeln

Basisaktivität
Alter: 4-5
2 Einheiten à ca. 30 min
Kinder angeln Emotionskarten, stellen die gezogenen Emotionen pantomimisch dar oder erzählen passende Erlebnisse. So stärken sie Ausdrucksfähigkeit, Wahrnehmung und empathisches Erzählen.
Gespräch
  • Papier
  • Scheren
  • Schwarzer Filzstift (zum Zeichnen von Emoticons)
  • Laminiergerät und Laminierfolien
  • Handtasche, Kiste oder Stoffbeutel
  • Bis zu fünf Kopien jeder Emotion, damit sie mehrfach im Spiel eingesetzt werden können

Vorbereitung

Bereite gemeinsam mit den Kindern eine Tasche oder Box mit Emotionskarten vor. Jede Karte zeigt eine Emotion wie Freude, Traurigkeit, Wut, Angst oder Überraschung. Bringt eine Büroklammer an jede Karte an und stellt aus einem Stock und einem Magneten eine einfache Angel her.

Durchführung

Führe die Aktivität als “Angelspiel” ein und präsentiere die vorbereiteten Materialien. Besprich mit den Kindern, dass keine Fische, sondern Emotionen geangelt oder mit der Hand gefangen werden.

Sag den Kindern, dass sie nicht nur Emotionen erraten werden, sondern auch darüber sprechen, wann sie diese Gefühle selbst schon erlebt haben.

Nachmachen und Raten

Ein Kind angelt eine Emotionskarte oder greift diese mit der Hand.

Es betrachtet die gezogene Emotion in Ruhe. Anschließend stellt es diese pantomimisch dar, mittels Mimik, Gestik und Körperhaltung.

Die anderen Kinder beobachten aufmerksam und raten, welche Emotion dargestellt wurde. Die Kinder üben dabei, nonverbale Signale zu erkennen sowie das Erkennen und Ausdrücken von Emotionen.

Die Gefühlsgeschichte

In einer zweiten Runde angelt jedes Kind eine weitere Karte. Dieses Mal berichtet es von einer Erinnerung oder Situation, in der es diese Emotion erlebt hat oder diese aufkommen könnte. Die Kinder entscheiden, ob sie eine persönliche Erfahrung teilen möchten oder ob sie eine Fantasiegeschichte erfinden. Die pädagogische Begleitung muss feinfühlig sein. Emotionen werden gespiegelt. Berichte der Kinder werden in keinem Fall negativ bewertet oder angezweifelt.

Reflexion

Kommt am Ende zusammen und besprecht Fragen wie:

  • Wie hat euch das Spiel gefallen?
  • Welche Emotion konntest du besonders gut darstellen?
  • War es leicht oder schwer, sich an einen Moment zu erinnern, in dem du diese Emotion hattest?
  • Fällt dir eine neue Idee ein, wie wir dieses Spiel spielen könnten?

Lade die Kinder ein, ihre Ideen zu teilen, wie das Spiel verändert oder erweitert werden könnte.

Arbeitsblatt "Emotionsgesichter" 1

Arbeitsblatt "Emotionsgesichter" 2