5 Zusammenarbeit mit Eltern
Warum die Zusammenarbeit mit Eltern wichtig ist
Soziale und emotionale Kompetenzen entwickeln sich durch alltägliche Interaktionen in den verschiedenen Lebenswelten von Kindern. Während Kindergärten strukturierte Lernerfahrungen bieten, spielen Familien eine zentrale Rolle in der täglichen emotionalen und sozialen Entwicklung der Kinder.
Die Zusammenarbeit zwischen Pädagog*innen und Eltern hilft dabei, eine konsistente und unterstützende Lernumgebung für das Kind zu schaffen.
Eltern informieren und einbeziehen
Eltern benötigen kein umfangreiches theoretisches Wissen über soziales und emotionales Lernen (SEL). Viel wichtiger ist, dass sie den Wert dieser Kompetenzen verstehen und sich sicher fühlen, ihre Kinder im Alltag zu unterstützen.
Informationen, die der Kindergarten an Eltern weitergibt, sollten daher:
- einfach,
- praxisnah,
- alltagsbezogen sein.
Einfache Möglichkeiten, Eltern SEL näherzubringen
SEL kann Eltern auf kleine und leicht zugängliche Weise vermittelt werden, zum Beispiel bei Elternabenden oder in informellen Gesprächen.
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Elternabende
Eine gute Gelegenheit, SEL im Kindergarten vorzustellen, sind Elternabende. Eine einfache Struktur könnte Folgendes beinhalten:
- eine kurze Erklärung von sozialem und emotionalem Lernen (weitere Informationen dazu findest du in Teil 2 dieser Leitlinien)
- ein konkretes Beispiel aus dem Kindergartenalltag (viele Ideen findest du im Aktivitätsbereich - nutze den Filter "Eltern" für besonders geeignete Aktivitäten)
- eine praktische Idee, die Eltern zu Hause ausprobieren können
- Raum für Fragen, Austausch oder das Teilen von Erfahrungen
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Alltagsgespräche
Alltägliche Gespräche mit Eltern bieten wertvolle Möglichkeiten, ihr Verständnis für soziales und emotionales Lernen zu fördern. Dazu gehören zum Beispiel:
- kurze informelle Gespräche beim Bringen oder Abholen, bei denen kleine Beobachtungen aus dem Tag des Kindes geteilt werden
- das Verhalten des Kindes mit zugrunde liegenden Gefühlen in Verbindung zu bringen, indem beschrieben wird, was das Kind in einer bestimmten Situation möglicherweise empfunden hat
- die Stärken und positiven Entwicklungen des Kindes hervorzuheben, besonders im Bereich sozialer Interaktion, Kommunikation und emotionalem Ausdruck
- Diese kurzen Gespräche können Eltern helfen, die Erfahrungen ihres Kindes besser zu verstehen, und fördern eine gemeinsame Sichtweise zwischen Kindergarten und Zuhause.
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Informationsmaterialien
Verschiedene Informationsmaterialien können eine niedrigschwellige Möglichkeit bieten, die Kommunikation mit Eltern zu unterstützen. Diese Materialien können auch in verschiedenen Sprachen angeboten werden, um Eltern zu unterstützen, die die Umgebungssprache nicht sicher beherrschen. Solche Materialien können sein:
- kurze schriftliche Informationen, zum Beispiel ein Flyer zur Einführung in soziales und emotionales Lernen
- einfache Ideen für Aktivitäten zu Hause, die über eine Informationstafel oder digitale Kommunikationskanäle geteilt werden (z.B. ausgewählte Aktivitäten aus dem Portal)
- visuelle Materialien, die gemeinsam mit Kindern erstellt wurden, wie Poster über Gefühle, die im Kindergarten ausgestellt werden
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Beteiligung der Kinder
Kinder selbst können eine wichtige Rolle dabei spielen, SEL ihren Eltern näherzubringen. Ihre Beteiligung macht Lernen sichtbar und bedeutungsvoll. Mögliche Formate sind:
- kleine Ausstellungen von Kinderkunstwerken zu Gefühlen oder sozialen Erfahrungen
- kurze Theaterstücke oder Rollenspiele, die Eltern präsentiert werden
- gemeinsame Veranstaltungen, wie zum Beispiel ein "Konzert der Freude"
Ein unterstützender Ansatz
Die Zusammenarbeit mit Eltern gelingt am besten, wenn sie auf Vertrauen, Offenheit und gegenseitigem Respekt basiert. Ziel ist es nicht, Eltern zu belehren, sondern sie in ihrer Rolle zu unterstützen und ein gemeinsames Verständnis für die Entwicklung des Kindes zu schaffen.